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Hermann Bischof
Geboren: 8. Mai 1939
in Schwarzenberg
Familienstand:
Verheiratet, zwei Töchter
Hobbys: Hundesport,
Kegeln, Skifahren, Jagen
Die größten Erfolge:
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1965: Sieg beim Flugplatzrennen Wien-Aspern (TW bis 2 l)
Zweiter Rang beim Gaisberg-Bergrennen
Dritter Endrang im "BMW-Europapokal"
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1966:
Zweiter Rang beim Bergrennen Berwang-Bichlbach
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1967:
Siege bei den Bergrennen Tauplitzalm und Engelhartszell (Klasse:
formelfrei) Zweiter Rang beim
Bergrennen "Dopplerhütte" 7. Endrang österreichische
Bergmeisterschaft
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Von
Dietmar Gasser - Februar 2005
(Autor kontaktieren)
Copyright der
vorliegenden Fotos liegen bei: Artur Fenzlau (Wien), Foto Jelinek
(Wien), Privat, Noger (Bregenz)
Der Intermezzo-Rennfahrer
Die Rennkarriere von Hermann Bischof war
sehr kurz aber recht erfolgreich.
In der
Historie der Vorarlberger Motorsportgrößen findet man
gleich zweimal den Namen Hermann Bischof. Da gab es den Bizauer H.
B. (u. a. Formel Ford-Staatsmeister 1981) und einen H. B. aus
Schwarzenberg. Letzteren wollen wir hier in einem "Hallo, wie
geht's"-Porträt vorstellen.
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1965
Der Bauernsohn bestritt
als 26-jähriger seine ersten Autorennen, u. a. startete er
regional bei seinem Heim-Bergrennen von Schwarzenberg auf's Bödele, bei der
Silvretta-Bergwertung oder bei der "1. Steinbock-Oberland-Rallye",
die er für sich entscheiden konnte. Aber Bischof glänzte mit seinem
BMW 1800 Ti auch bei international besetzten Rennveranstaltungen:
Der Bregenzerwälder wird jeweils Zweiter beim Gaisberg- sowie beim
Timmelsjoch-Bergrennen und holt sich in der Tourenwagenklasse bis
2000 ccm sensationell den Sieg beim "Donaupokal"-Flugplatzrennen von
Wien-Aspern! Mit diesen Ergebnissen sichert er sich auch im internen
"BMW-Europapokal" hinter dem Deutschen Hubert Hahne und dem späteren
Wiener F-1-Piloten Dieter Quester den hervorragenden dritten
Endrang! |
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Start zum Bödele Bergrennen in
Schwarzenberg Mai 1965
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1. Steinbock-Oberland-Rallye
3. Oktober 1965 |

Silvretta Bergwertung 1965 |
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1966
Die Saison beginnt Bischof zunächst mit seinem 1800er-BMW. Während der
Saison wechselt der Schwarzenberger dann auf einen Austin Mini
Cooper 1300 S, verpaßt dem "Winzling" ein Fünf-Gang-Getriebe, was
damals eine Sensation war. Beim Ein-Stunden-Flugplatzrennen von
Innsbruck ärgert er damit Leute wie Karl Wendlinger Senior oder Hans
Fink, wird Zweiter beim Bergrennen Bergwang nach Bichlbach,
zerstümmelt aber zwei Wochen später den Mini Cooper beim
Mendelpaß-Bergrennen bei Bozen nach einem Schaltfehler...
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Flugplatz Rennen Wien Aspern
17. April 1966
Die Front wurde von seinem Freund Horst Frener bei einer Probrfahrt
nach einem Ausritt beschädigt und konnte auf des bevorstehende
Rennen nicht mehr hergerichtet werden. |

Weerbergrennen (T) 24. April 1966
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Streckenplan Weerberg 1966
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Bergrennen Mendola (Italien) 3. Juli 1966
Mini Cooper 1300S mit 5-Gang Getriebe |

Gaisberg Rennen (Slbg) 4. Sep. 1966
Mini Cooper 1300S mit 5-Gang Getriebe |

Hermann Bischof |
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Flugplatz Rennen Innsbruck 9. Okt. 1966
Mini Cooper 1300S mit 5-Gang Getriebe
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Flugplatz Rennen Innsbruck 9. Okt. 1966
Mini Cooper 1300S mit 5-Gang Getriebe |

Hermann Bischof |
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Flugplatz Rennen Wien Aspern 16. Okt. 1966
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1966 Mendelpaß-Bergrennen bei Bozen nach einem Schaltfehler... |
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1967
Ein
neues Auto mußte also wieder her und der unternehmerisch
veranlagte Pedalakrobat besorgte sich für die Saison 1967 vom
bekannten Wörgler Rennfahrer und Tuner Franz Albert für 80.000,-
Schilling einen Lotus-Cooper-Formel-2-Boliden mit 180
PS-Vierzylinder-Motor (1600 ccm) mit nur 400 kg Eigengewicht. Bei
den heutigen Sicherheits-Standarts läuft einem ein kalter Schauer
über den Rücken, wenn man die Bischof-Bilder von damals begutachtet:
Der Sturzbügel war niedriger positioniert als die Helm-Oberseite des
Fahrers!
Gleich beim ersten Rennen mit dem
Albert-Lotus F 2 gibt es einen Motorschaden, doch dann stellen sich
erstaunliche Erfolge ein: Bischof gewinnt das Tauplitzalm-Bergrennen
bei Graz, bügelt den mehrfachen Staatsmeister Kramer, gewinnt auch
das ÖAMTC-Bergrennen Engelhartszell und feiert beim "Dopplerhütten"-Bergrennen
bei strömendem Regen einen grandiosen Erfolg, indem er in der
Addition der beiden Rennläufe auf den Bergeuropameister und
Landsmann Rudi Lins im 910er-Werks-Porsche nur zwei Sekunden
verliert und großartiger Zweiter wird!
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Flugplatz Rennen Innsbruck 1967 mit
einem Formel 2 Cooper mit LOTUS Motor des bekannten Tuner aus Wörgl,
Franz
ALBERT |

Tauplitz Bergrennen 1967
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Bergrennen Gargellen 17. Sep. 1967
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29. Okt. 1967 Dopplerhütte Bergrennen
im
Training noch trocken |

und im Rennen bei strömenden Regen
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Nach
nur drei Jahren beendet Hermann Bischof mit Saisonende 1967
seine aktive Motorsportkarriere. Der F-2-Renner wird mit nur
10.000,- Schilling Verlust "an den Mann" gebracht, als Rennleiter
bei diversen RRCV-Slaloms läßt er im Jahr darauf das Kapitel
Rennsport ausklingen. Der "Intermezzo"-Rennfahrer erinnert sich
gerne an die "PS-Jahre" zurück: "Es war absolut eine schöne Zeit.
Ich durfte bei Rennen teilnehmen, wo auch ein Jochen Rindt oder ein
Rolf Stommelen am Start standen. Während heute die Akteure mit dem
Flieger anreisen, habe ich oft mit unserem Viehtransporter die
Rennstrecken angefahren und gleichzeitig Kühe nach Innerösterreich
ausgeliefert, während meine Frau mit dem PKW samt Hänger und
Rennauto hinterher reiste. Und was die Medienarbeit betrifft, so
traute man sich früher gar nicht, die Lokalblätter anzurufen und zu
informieren. So erfuhren die Zeitungen oft erst Wochen später von
unseren Tagessiegen..."
Seit
1982 führt die Familie von Hermann Bischof ein
Vier-Sterne-Hotel in Dornbirn-Hatlerdorf, welches mittlerweile von
der Tochter geführt wird. Neben den Hobbys Kegeln und Skifahren ist
der Pensionist ein passionierter Jäger und Kunstsammler. Kontakte zu
damaligen Rennkollegen gibt es nur noch zu Horst Frener, Hans Fink
und Rudi Lins und Autorennen ("DTM- und F-1-Rennen") werden nur mehr
gelegentlich im TV verfolgt.
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Kühe nach Innerösterreich
ausgeliefert
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31. Mai 1968 RRCV Slalom in Lustenau
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Rennleiter Hermann Bischof
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Trophäen gestern |

Ein besonderer Pokal |

Hermann Bischof mit seiner Frau Hedi
vor der heutigen Trophäen Sammlung |
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