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Manfred Ellensohn
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Geboren:
14. Oktober 1946
Wohnort:
Feldkirch-Altenstadt
Familienstand:
verheiratet, drei Kinder,
Ernst, Layla und Edi
Beruf:
Kaufmann
Hobbys:
Segeln, Skifahren
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1964:
Goldmedaille bei der Semperit-Rallye mit Fritz Altacher
(T)
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1968: 3.
Klassenrang beim Europa-Tourenwagen-Bergpokalrennen
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1969: 5.
Klassenrang beim Berg-EM-Lauf Schauinsland, Freiburg,
Rennwagenklasse bis 2l
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1970:
Vorarlberger Automobil-Landesmeister und VATC-Clubmeister
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Von
Dietmar Gasser - März 2005
(Autor kontaktieren)
Copyright der
vorliegenden Fotos liegen bei: Foto Jelinek
(Wien), Privat, Noger (Bregenz)
Der NSU-Bergglüher
Manfred Ellensohn
hatte eine tolle Ausbeute: Bei insgesamt 50 Rennen holte er sich 22
Siege!
Erblich
vorbelastet
war der aus Feldkirch-Altenstadt stammende Manfred Ellensohn: Sein Vater
Franz war erfolgreicher Motorradrennfahrer und später Rennleiter bei
diversen Rennveranstaltungen im Ländle und führte einen Kfz-Betrieb,
hatte die NSU-Landesvertretung. Ellensohn: "Da war es logisch, dass auch
ich mit dem Rennsport in Berührung kam." Kaum den Führerschein
bestanden, bestreitet Ellensohn als 18-Jähriger mit einem NSU-Prinz die
"1. Silvretta-Rallye 1964" - zugleich der Beginn seiner
Motorsportkarriere. Rasch stellten sich die ersten Erfolge ein: Bei der
Semperit-Rallye im Herbst 1964 wird er Klassensieger, erhält dafür eine
Goldmedaille, 1965 wird er u. a. in der Kategorie bis 600 ccm
Klassensieger bei der "2. Vorarlberg-Rallye" sowie Tagesdritter beim
Autoslalom in Hohenems. Später spezialisiert sich der gelernte
Kfz-Mechaniker vermehrt auf Bergrennen, rüstet auf einen NSU 1000 TT
um. 1968 wird er Zweiter beim Tauplitzalm-Bergrennen, Zweiter beim
"Enzian-Bergpreis" von Gmunden und feiner Dritter beim
Europa-Tourenwagen-Bergpokalrennen von Eigenthal bei Luzern, sein
vielleicht größter internationaler Triumph. Aber es gab dazwischen auch
Mal leere Kilometer: Ein Debakel erlebt er bei seinem einzigen
Frankreich-Einsatz, beim Bergrennen von Mulhouse. Ellensohn: "Ich hatte
falsch übersetzt, gegen die NSU-Werksfahrer aus Frankreich nicht den Funken
einer Chance."
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Für
die Saison 1969
baute sich Manfred mit seinem Bruder einen NSU, Marke Eigenbau.
In 18wöchiger Bauzeit entstand auf der Basis des NSU 1000 TT ein
NSU-Bergspyder mit einem 1,2 l NSU-Motor, dessen Leistung von 60
auf 117 PS frisiert wurde. Der Spyder war eine unglaubliche
Flunder, hatte nur mehr 460 kg Eigengewicht. "Wir verwendeten
vom 1000er TT nur die Bodenplatte und Achsen, konstruierten und
schlosserten eigenhändig eine neue Karosserie und implantierten
das neue Triebwerk", strahlt Ellensohn noch heute. Mit dem
Berg-Spyder war Ellensohn nun ein kaum zu bezwingender Gegner:
Er siegte damit beim Int. Tauplitzalm-Rennen bei Mitterndorf,
bei den Bergrennen von Walzenhausen und Vaduz nach Triesenberg
und war bei Slalomveranstaltungen in Latschau, Hohenems oder
Untervaz (Sui) nicht mehr zu bügeln. Den größten Saisonerfolg
1969 feiert Ellensohn jedoch mit dem 5. Klassenrang beim
Berg-EM-Lauf "Schauinsland" in Freiburg in der Rennwagenklasse
bis zwei Liter. Ellensohn: "Das Schauinsland-Rennen war eines
meiner Lieblingsrennen. Alleine in der berüchtigten "Holzschlägermatte"-Rechtskurve
jubelten dir bis zu 10.000 Zuschauer zu."
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1967 beim Gargellen Bergrennen |

1969 Schauinsland |

Jochen Rindt Show 1969
(Bild anklicken) |
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Auch
1970
eilt Ellensohn von Erfolg zu Erfolg: In Walzenhausen und beim "1.
Vlbg. Rennslalom Dafins" glüht er als Erster ins Ziel. An Dafins
erinnert er sich besonders gerne zurück: "Das Rennen hatte mein
Vater unter der Sektion Feldkirch des VATC organisiert. Es war zwar
als Rennslalom deklariert, war aber ein reines Bergrennen mit
Pseudo-Pylonenschikanen. Gebolzt wurde auf dem oberen Teilstück der
Dafinser Hauptstrasse. Ich holte gegen 63 Konkurrenten den Tagessieg
mit 140 km/h Schnitt, knöpfte dem Zweiten - dem Lustenauer Karlheinz
Loser in einem Austro V-Formelauto - 1,7 Sekunden ab." Auch beim
VATC-Slalom von Hohenems und beim "2. Rheintal-Slalom", welcher zur
OSK-Staatsmeisterschaft zählte, gingen die Klassensiege an den "Herzblut"-Rennfahrer.
Ellensohn: "Beim Rheintal-Slalom wedelten wir auf der abgesperrten
Landstrasse zwischen Koblach und Meiningen durch die Pylonentore,
die Veranstaltung holte 10.000 Fans an den Streckenrand." Durch die
vielen Erfolge 1970 (vier Klassensiege bei fünf Bewerben) wurde
Manfred Ellensohn unumstrittener Vorarlberger Landesmeister und
VATC-Clubmeister im Automobilrennsport vor Werner Fleisch (Sulz) und
Bernd Pfeiffer (Schröcken). Nach genau 50 Renneinsätzen und sechs
Saisonen sagt Ellensohn Ende 1970 dem aktiven Rennsport adieu,
beendet seine Karriere mit erst 24 Jahren, um sich vermehrt seiner
beruflichen Laufbahn zu widmen. Ellensohn verkauft den Motor aus dem
NSU-Spyder um 5.000,- Schweizer Franken nach Liechtenstein, um
wieder "flüßig" zu sein.
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1970 Schauinsland NSU 1000TT |

Autogramm Karte |

1970 Dafins
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1968 Triesnerberg - Vaduz |

1970 Programm Heft -Dafins |

1970 Nennbestätigung |
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1970 Pokal-Landesmeister |

1970 Landesmeister |

1970 VN-Bericht |
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1970 Triesnerberg - Vaduz |

TOYOTA Ellensohn - Rankweil |
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Der
heutige
Kfz-Händler möchte die Zeit von damals nicht missen: "Es war zwar
eine harte Zeit. Wir fuhren Freitagnacht um 4.00 Uhr zu den Rennen,
kamen oft erst um 2.00 Uhr in der Nacht auf Montag zurück, mussten
um 7.00 Uhr schon wieder im Betrieb parat stehen. Dennoch war es
eine verrückt schöne und aufregende Zeit. Mit 160 km/h fegten wir
samt Hänger über die Autobahnen." An den vielleicht schönsten Moment
seiner aktiven Rennzeit erinnert ihn noch heute ein Bild, welches im
Untergeschoss-Schauraum seines Autohauses in Dornbirn hängt.
Ellensohn durfte seinen NSU-Bergspyder 1969 bei der Jochen
Rindt-Show in Wien ausstellen. Dabei entstand ein Schnappschuss, wo
Ellensohn mit seinem Boliden von Rindt und Jackie Stewart flankiert
wird!
Der rüstige
Hobby-Segler verfolgt heute alle Formel-1-Rennen. Hin und wieder
schaut er sich auch einen GP live vor Ort an, am liebsten das
Ungarn-Rennen, kehrt dann bei Star-Caterer Karlheinz Zimmermann ein
und plaudert mit ORF-Ikone Heinz Prüller.
Heute führt
Ellensohn erfolgreich vier
Toyota-Autohäuser in Rankweil (wo
übrigens sein NSU-Bergspyder in der Auslage steht) Dornbirn,
Bürs und Innsbruck, will aber langsam die Agenden an seine drei Kinder abgeben, die
allesamt schon tatkräftig in dritter Generation in den Betrieb
eingebunden sind.
Seit Jahren
sponsort Toyota-Ellensohn die Vorarlberger Misswahl. Auch die
jährlichen Besuche diverser Auto-Salons wie Genf oder Frankfurt
halten ihn noch mächtig auf Trab. Aber auch der Spass kommt bei dem
geselligen Feldkircher nicht zu kurz: Da kommt es schon Mal vor,
dass er mit seinem alten Overall und anderen Rennutensilien von
damals im örtlichen Faschingsumzug mitmarschiert...
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Misswahl Sponsor 2005 |

NSU Bergspider - Cockpit |

Manchmal wird auch gestartet |
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