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Beim Eisrennen gab der Bezauer Hugo Hartmann seine Abschiedsvorstellung. Von Dietmar Gasser (Autor kontaktieren)
(8. Januar 2006) Der MSC-Lauterach unter Obmann Edy Schuster hat in Zusammenarbeit mit Hugo Hartmann - der Bezauer managte im Vorfeld die Genehmigungen und die Pistenpräparierung - wieder ein erstklassiges Eisrennen in Reuthe veranstaltet. Die 600 Meter lange Piste war blau vor Eis, die arktischen Temperaturen (minus 13 Grad) sorgten für beste Bedingungen. Von den knapp über 100 Teilnehmern waren gleich zehn (!)Buggys am Start. Mit dem mehrfachen Schweizer Autocross-Champion Sepp Marthy, dem deutschen "Gegenstück" Christian Gengg, dem belgischen Rallyecross-EM-Piloten Koen Pauwels, dem dreifachen nationalen Autocross-Staatsmeister Thomas Prammer (OÖ) sowie der sechsköpfigen Lancia-Abordnung aus Südtirol war die Veranstaltung top besetzt. Aus Sicherheitsgründen (durch den aufgewirbelten Eisstaub litt die Sicht) erfolgten heuer allerdings die Rennen nicht mit geschlossenem Start, sondern wurden die "Eisritter" in Zeitabständen auf die Piste geschickt. Die Gesamtzeit aus zwei Läufen zu je vier Runden wurde addiert. Als unschlagbar erwies sich heuer Sepp Marthy. Der Eidgenosse erzielte mit 26,116 sek. (82,70 km/h) Schnitt die schnellste Rundenzeit des Tages und zwang den Vorjahressieger Hugo Hartmann in der Gesamtzeit um knappe zwei Sekunden nieder. Hartmann wußte den Grund: "Marthy fuhr mit nagelneuen Spikes-Reifen, ich mit alten, gebrauchten, bei denen sich die Nägel schon umbiegen." Dafür holte sich der Bezauer im Skijöring-Bewerb mit dem Bizauer Skifahrer Thomas Feuerstein unangefochten den Sieg. Hartmann gab übrigens in Reuthe endgültig seine Rennsport-Abschiedsvorstellung. Der Bezauer, 2003 Drift Challenge-Champion und fünffacher Autocross-ÖM-Laufsieger 2005, verkaufte seinen Buggy im Sommer des Vorjahres an den Steirer Andy Hasler, allerdings mit der Bedingung, das dieser seinen Ex-Boliden im Jänner noch einmal nach Reuthe bringen muß. Hartmann mit Wehmut: "Ich habe mit dem Rennsport eine schöne Zeit erlebt, tolle Bekanntschaften geschlossen, möchte aber nun am Höhepunkt meiner Karriere abtreten." Viel Arbeit hatte "Rosti" Gmeiner, der übrigens mit einer Rippenprellung (Unfall bei der Schneeräumung) antrat: Tochter Gabi touchierte einen Kanalschacht, wobei die Spurstange am Polo brach. Noch vor Ort wurde mittels Schweißapparat der Schaden behoben, der Polo weiter um die Strecke geprügelt... Schon am kommenden Wochenende veranstaltet der MC Bregenzerwald - zusammen mit dem Offroader-Club - in Krumbach das nächste Eis-Rennen.
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